Ungarischer Maler, Grafiker, Hochschullehrer
Budapest, 27. Februar 1926 – Zsennye, 6. Mai 1995

„1987 ließ ich mich in Zsennye nieder, und von da an vollzog sich in meinem Schaffen eine entscheidende Wende. Es entstanden Werke, die aus gefundenen Naturgegenständen aufgebaut waren. Die Gestaltung der Darstellung forme ich mithilfe eines Pilzmyzels, das in den Wäldern von Rábamelék verborgen ist (Rhizomorpha-Myzel). Aus der Tier- und Pflanzenwelt meiner Umgebung glaube ich, ein fantastisches Symbolsystem der Natur zu entdecken, das vom Wesen des Seins und des Todes erzählt.“
Der ungarische Maler war eine herausragende Persönlichkeit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine ausdrucksstarken, figurativen Werke bekannt war. Er wurde in Budapest geboren und absolvierte sein Studium an der Ungarischen Hochschule für Bildende Künste, wo er stark vom Nachkriegsmodernismus und den europäischen Avantgarde-Bewegungen beeinflusst wurde. Charakteristisch für sein Kunstwerk sind dramatische Farbkontraste und ein intensiver Pinselstrich, mit denen er häufig menschliche Emotionen und gesellschaftliche Spannungen darstellte.
Im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn nahm Erik Scholz an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil, und seine Werke wurden bei vielen Galerien und in Privatsammlungen sehr begehrt. Aufgrund ihrer lebendigen Farbwelt und ihrer kraftvollen Komposition sind seine Werke bis heute bei Sammlern beliebt und auch auf Auktionen häufig gefragt. Auch nach seinem Tod übt er einen bedeutenden Einfluss auf die ungarische Malerei aus, und seine Werke gelten als wichtige Bestandteile der ungarischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
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Budapest 1055
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